Umerziehung

Kaum ist man aus dem Urlaub zurück, da lauert schon eine sehr merkwürdige Nachricht in meinem Postfach auf einer gewissen Plattform. Kurzinhalt: Hallo Tessa, ich hätte dich gerne als Sklavin, weil du so hübsch bist, lässt dich umerziehen? Die Nachricht war im Original gefühlte 1000 Wörter lang und ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus und mein derzeitiger Sub hat sich gleich mitamüsiert.

Ehrlich, gibt es da draußen nicht genügend weibliche Subs mehr oder was ist los? Aber vermutlich ist der Herr auch selbst Schuld. Er verwechselte Dominanz wohl leicht mit Konservatismus. Er schrieb nämlich auch, dass die Dame seinen Haushalt übernehmen sollte und ihm kurz gesagt einfach das Leben verschönern soll. Dagegen ist im Grunde nichts zu sagen… nur kamen dann gleich Forderungen von wegen sie darf nicht arbeiten, sondern sie ist seine Hausfrau, weil eine Frau darf nicht schlauer sein als er. Ja willkommen zurück in den 50ern. Fand es auch schön, dass er ein Dresscode forderte ( auch etwas gegen das man im Grund nichts sagen kann), aber selber sieht er aus wie Horst Schlämmer… Schätzelein, so wird das nichts. Aber an die weiblichen Subs da draußen: verkauft euch nicht unter Wert … es sei denn ihr steht da drauf. Doch lasst euch gesagt sein, dass es auch durchaus okay ist, einige Ansprüche an den Herren zu haben, solange ihr da mithalten könnt, sei es nun in puncto Optik, Intelligenz, Charakter etc.. Wenn ihr euch komplett angeekelt fühlt von eurem Dom , bringt die Sache nämlich nicht wirklich was. Und ja, das sage ich als Femdom selber. Klar reizt es einen, wenn ein Sub zu viele Wünsche und irreale Vorstellungen mitbringt, aber wir leben in modernen Zeiten, wo die Chemie einfach stimmen sollte, vor allem wenn man etwas dauerhaftes sucht. Und verdammt nochmal auch Subs können einen regulären Job haben , egal ob männlich oder weiblich. Schadet dem gemeinsamen Haushalt und der geistigen Pflege des Subs keineswegs.

Ich nehme mir als Femdom ja gerne den Grundsatz: Das mindeste, was du von deinem Sklaven verlangen kannst , ist das, was du selbst bieten kannst. Ich rede dabei jetzt von körperlichen und charakterlichen Eigenschaften, nicht vom SM Spiel selbst, das wäre dann ja widersprüchlich..

Also ist für mich wichtig, dass mein Sub Mindestmaß an Bildung mitbringen muss und nein Einbildung zählt hier nicht dazu und ebensp eine gewisse körperliche Ästhetik. Wenn ich mich 2 mal die Woche zum Sport begebe , kann das ein Sub verdammt nochmal auch. :D

Um es auf den Punkt zu bringen: Sucht in eurer Liga und versucht nicht Doms zu Subs oder umgekehrt zu machen, nur weil euch rein das Äußere gefällt. Genauso bleibt Switcher wenn ihr Switcher seid. Es gibt schon genug für alle und diese Verstellspiel muss ja nun nicht sein.

In diesem Sinne einen schönen 3. Advent.

Imposantes Auftreten und die kleinen Hintergedanken

Wer kennt das nicht? Manchmal geht man irgendwo hin, sei es nun der Supermarkt, die Arbeit etc. und es ist ganz natürlich, dass man dabei Menschen trifft. Aber letztens hatte ich doch sehr viele interessante Erlebnisse, als wenn mich SM nun auch im Alltag unmittelbar begleiten würde (Klingt ironisch ist aber so, hehe)

Vorfall 1: Neulich beim Bürgeramt. Man wartet ewig bis man mal an der Reihe ist. Jede Zeitung durchgeblättert, das Smartphone glüht vom Rumgespiele und irgendwann ergibt man sich der Wartezeit (Manchmal würde da Erziehung der Angestellten auch helfen im puncto Schnelligkeit, aber gut anderer Gedanke ;) ).

Zwangsläufig schaut ich mir dann die Menschen an, die mit mir warteten und zack… plötzlich stand da ein Mann, nur in Netzkleidung, das Gemächt verhüllt, dennoch sichtbar und er stand da ganz entspannt rum. Der Überraschungsmoment war nur kurz, denn mir wurde ziemlich schnell bewusst, der führt hier eine Aufgabe aus und so grinste ich. Er grinste sogar zurück, wobei das Halsband schon etwas eng anlag und somit das Gesicht irgendwie verzerrt wirkte. Lustiger waren aber die Reaktionen um mich. Ein Teenie nur zu seinem Kumpel: “Krass Alter, guck mal dir den Typen an.” Eine ältere Dame schüttelte nur den Kopf, zwei andere tuschelten, der nächste ging zum Schalter man solle doch die Polizei alarmieren. Und das alles nur weil einer mal seine Pflicht erfüllte (in meinen Augen zumindest *g*). Er ließ sich anscheinend genauso wenig aus der Fassung bringen, aber er starrte auf die Uhr. Geschätzte 5 Minuten später war er auch wieder weg. Ob nun aus Angst oder ob er die vorgegebene Zeit ausgehalten hatte, weiß ich nicht. Interessant war dieses Erlebnis schon. Und ich muss nicht sagen wie meine Gedanken spielten, was man denn mit einem Sub noch so anstellen könnte.

Vorfall Nummer 2: Nur wenige Tage später im Supermarkt. Diesmal umgedreht war es eine Frau, die die Rolle des Sub einnahm. Wie ich das merkte? Nun ich fand es auffallend wie oft ihr Freund oder Mann etwas fallen lies. Sie bückte sich danach, manchmal deutete er auch darauf. Am Anfang dachte ich noch, Mädel wieso lässt dir so ‘nen Scheiß gefallen, aber dann sah ich sie trug ein Halsband aus Leder mit Metalring vorne. Ups, na wenn das mal keine Sub ist. Ich konnte meine Augen nicht von den beiden lassen. Er gab ihr immer mal wieder einen leichten Klapps auf den Po, so dass es nur Neugierige, wie ich mitbekamen *g.

Ist es nicht schön, dass einige es schon offensichtlich und manchmal doch versteckt ausleben? Ich sagte ja, ich bekam gleich eine Menge Gedanken, was man mit einem Sub alles so machen könnte. Problem Nr.1 : Es fehlt mir noch einer! Aber gut daran arbeite ich und wer weiß, vielleicht liest der nächste das hier schon *g.

Problem Nr. 2: Wie weit lässt sich ein solches Spiel nach außen tragen? Spiele in der Öffentlichkeit habe ich zwar nie explizit betrieben, aber ich liebe diesen wohligen Schauer, der einem den Nacken hinunter läuft, wenn man bewusst ein Verhalten an den Tag legt, das ein wenig “Abseits der Norm” ist. So wie damals mit K., eine flüchtige Internetbekanntschaft, mit der ich es aufgrund mangelnder devoter Brauchbarkeit auch nur ein paar Wochen ausgehalten habe. Er war sehr viel jünger als ich, hatte ein feminines, elfenhaftes Gesicht und die besagte Situation war leider auch der Ausgangspunkt, an dem ich mir mit ihm zu viel ausgemalt habe und sein Potential überschätzt habe ;) Wir waren an einem schönen Samstagnachmittag unterwegs und saßen in Dortmund an einer Stadtbahnhaltestelle in der Sonne. Ich hatte braune Lederschnürstiefel an und plötzlich überkam mich der Drang, ihn vor mir auf die Knie zu zwingen. “Meine Schürsenkel fühlen sich echt locker an.” Ich zeigte auf meine Füße. Für einen kurzen Moment überlegte er. Ich stand von meinem Sitz auf – ich wollte das volle Gefälle zwischen uns genießen. Er ging etwas zögerlich vor mir auf den Boden nieder und öffnete meinen linken Schnürsenkel. Zwei in der Nähe rauchende Jungs warfen uns feixende Blicke zu. K. hatte mir bereits eine perfekte neue Schleife gebunden, aber irgendwie ging mir das zu schnell. “Mach das richtig, der ist immer noch locker”, sagte leise, aber dennoch fordernd. Mit einem leichten Seufzer öffnete er den Schuh noch einmal, zog die Schnüre fester und band sie erneut. Den rechten Fuß stellte ich auf seinen Oberschenkel. Er sah auf und ich glaube, meine Augen dürften auffordernd gefunkelt haben. Langsam löste er meine Schleife, zog die Schnürsenkel mit äußerster Sorgfalt fester an. Eine Hand hatte er um meine Fessel gelegt. Er hielt einen Moment inne und beugte sich mit dem Mund zu meinem Schuh, küsste das weiche dunkelbraune Leder der Innenseite…dann schien er wieder zu sich zu kommen. Ein wenig beschämt band er schnell die Schleife und stand auf. Für ihn war das ganz klar eine Grenze, die er eigentlich nicht überschreiten wollte. Das führte sicher auch zum Aus, aber wo kann man eine Grenze legen? Ich denke, wenn beide sich klar darüber sind gibt es da keine Grenzen, oder? Was habt ihr für Erfahrungen, wie weit würdet ihr gehen? Ich sage euch in meinem Kopf schwirren gerade Gedanken rum, grins, aber die gibt es erst demnächst. Ich will eure Seite mal hören.

Um rege Diskussion wird gebeten :)