The Truth behind the Ice-Bucket-Challenge

Meine lieben Leser,

ich habe selten so gelacht wie letztens. Ich war auf einer Hochzeit und am Tisch der Junggesellinnen wurde es sehr witzig. Lustigerweise war nämlich eine bekannte auch or Ort, die ich noch von einer Fetishparty kannte. Und wie es so ist, je mehr Sekt floss, desto lockerer wurden die Zungen.

Es saßen zwei junge Mädels mit am Tisch und die quatschten doch tatsächlich nur über ihre Ice-Buckle-Challenge. Wie cool es doch war und bla bla… Ich dachte mir schon meinen teil, aber aus heiterem Himmel fing die Bekannte neben mir gleich an zu meckern. Die Ice-Buckle-Challenge ist doch auch nur SM. :D

Was folgte was eine Diskussion die bescheuerter und dennoch interessanter nicht sein können. Denn ehrlich: Wwer hat nicht schon mal in einem speziellen Filmchen gesehen, wie ein Sub egal welchen Geschlechts mit kaltem Wasser übergossen wurde. Und wie viele haben es nicht schon wirklich mal gemacht? (Also von den Doms unter uns). Hatte auch mal einen Sub, den hab ich auch etwas ins Schwitzen gebracht und danach gabs eine kalte Überraschung. Hehe also überspannten wir den Bogen und dachten uns: “Hey gibt es etwa so viele Subs auf der Welt?” :D Schön wärs, aber nein natürlich nicht. Viel mehr haben wir uns darauf geeinigt, dass es einfach zu viele Mitläufer gibt.  Wobei soweit weg vom SM ist es ja auch nicht. Dank Internet und diverser Literatur gibt es da ja auch einen Hype an Neulingen im SM und nicht alle davon wissen eigentlich was sie da tun. Jedenfalls warte ich ja darauf, dass der erste mit einem Ice-Bucket-Fetisch an meiner Tür klingelt :D Dann hat sich ja unsere Theorie bestätigt.

In diesem Sinne , ein hübscher Cartoon zum Abschluss. ruthe

Und wer mir jetzt kommt mit wie wichtig das Thema doch sei, dass dabei angesprochen wurde… der darf gerne woanders weiter jammern. Hier ist es einfach mal nur Themaverfehlung ;)

Gut, dass wir darüber mal gesprochen haben …

Der kleine feine Unterschied von einem Fetisch und BDSM kann manchmal groß sein. Daran erinnerte mich letztens eine Wiederbegegnung mit einer Affäre von vor gut sieben Jahren. Da lag das Verständnis von beiden Dingen weiter auseinander, als ich mir zu Beginn vorstellen konnte.

Kennt wer eigentlich noch das StudiVZ? Meine Studienzeit liegt ein Weilchen zurück, doch damals waren ich und sämtliche Kommilitonen darin vertreten. Es gab zahlreiche Gruppen zu allmöglichen Themen. So auch zu meiner Vorlieben und eine hieß in etwa: Fans für Fetisch, BDSM, Bondage etc., kurz eine Gruppe für jeden der gerne ein bisschen Abwechslung wollte. Je nachdem ob man sich dazu öffentlich bekannte oder nicht, war es sichtbar für andere. Tja und eines Tages entdeckte ich da einen Kommilitonen aus einer meiner Vorlesungen nach dem wir uns übers StudiVZ befreundet hatten. Ich fand ihn recht niedlich,denn er hatte etwas Androgynes an sich, was mich magisch anzog. Also wollte ich ihn unbedingt näher kennenlernen, denn mit Anfang 20 war mein Drang nach neuen Erfahrungen unbeschreiblich groß und dass wir sexuell einige gemeinsame Interessen hatten, war da sicher ein Vorteil. Dachte ich! Wir trafen uns und die Sympathie nahm zu. Es war schön mit Anfang 20 einfach jemanden zu kennen mit dem man über gewisse Vorlieben sprechen konnte. Nur hörten wir wohl kaum einander zu. Er sprach oft darüber, wie toll er Stiefel aus Leder findet, was für ein geiles Gefühl es für ihn sei das Lackkleid einer dominanten Dame zu streicheln und noch viel mehr. Und er betonte stets, dass er sich für devot hält.

Nun wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht die große Fetischistin bin, wenn es um Lack,Latex und Leder geht. Natürlich habe ich Kleidung der Art und für mich kann es ein schönes Beiwerk zum Spiel sein. Es sieht meist sehr schön aus, es gibt klasse Fotos und Kunstbeiträge damit und das es weitverbreitet ist steht außer Frage, aber ich kann auch ohne :). Mich freute es aber zu hören, dass er sich wohl gerne dominanten Damen unterwirft. Irgendwann kam es dann zum Abend X nachdem wir mehrere Dates hatten. Wir trafen uns erneut und Zeichen waren auf Spiel gestellt. Ich zog einen Lederrock an, dazu eine schöne Corsage und Stiefel, die Gerte in der Hand. Seine Blicke galten dem Rock und den Stiefeln. Er sah nur noch dahin mit einem erregten Augenzwinkern. Ich zwang ihn auf die Knie, denn die Stiefel brauchten Pflege :) Und was soll ich sagen: Eer berührte das Leder mit äußerster Zärtlichkeit, seine Zunge schlängelte umher, ich wusste fast gar nicht, was ich bemängeln könnte. Aber wie gut,dass das keine Rolle spielt … ich mahnte ihn dennoch er soll es besser machen und strich ihn mit der Gerte leicht über den Rücken. Da zickte er schon… Denn was besagtes T. mir verschwieg… er hatte keine Ahnung was dominant geschweige BDSM bedeutet. Er war ein reiner Fetischist und wollte nur das Material berühren, genießen, liebkosen, was auch immer, aber richtig unterwerfen – niemals. Ich muss an dieser Stelle nicht sagen, wie komisch die Situation war, denn ich war darauf aus, einen neuen Sub zu quälen. Er schaute mich verwirrt an, was ich denn für ein bizarres Bild von BDSM hätte. Wir brachen es ab, denn es bestand dringender Klärungsbedarf. Wir hatten uns oft darüber unterhalten, was dominant und devot, bedeutet, wie es aussehen kann, welche Erfahrungen wir hatten usw. Allerdings schien das in dem Moment komplett missverstanden.Doch ich erinnerte mich daran, dass ich gleich zu Beginn antworte welche Fetischkleidung ich habe, als er danach fragte. Von da an kam wahrscheinlich nur noch „Leder, Leder, Leder….“ bei ihm rüber. Mittlerweile schmunzel ich über dieses Erlebnis, denn T. gestand mir noch am selben Abend, dass es ihm nur ums Material ging, das er beim Sex gerne spüren will. Er habe keine weitere Ambitionen , er findet nur Lack, Leder und Latex geil. Nichts weiter. Damals ermahnte ich ihn allerdings noch, er solle sich doch bitte ehrlicher äußern, denn so wird das nie was. Ironischer Weise traf ich ihn letztens auf der Sklavenzentrale und er gibt sich immer noch gerne als Sub aus. Wir schrieben kurz und immerhin hat er aus dem Ereignis dazu gelernt. Denn er schreibt wenigstens in seinem Profil ihn geht es mehr um die Kleidung etc. Allerdings hat er nach wie vor ein Problem, es den Damen zu erzählen, berichtet er mir. Und es gab wohl noch einige weitere Missverständnisse der Art in letzter Zeit. Wir stehen weiterhin in Kontakt (und ja er weiß auch über den Artikel hier :) ), jedoch rein informativ. Denn es geht ihm nur um den Fetisch, kein dienen , keine Unterwerfung, Hauptsache seine Gier nach LLL wird gestillt. Und damit sind wir bei der Suche grundverschieden.

Von dieser Geschichte aus kam eine Diskussion mit einer Freundin zu Stande. Ich erzählte ihr davon und im Grunde waren wir uns einig,dass er wahrscheinlich etwas missversteht bei diversen SM-Seiten und er sich nicht allzu sehr wundern brauch, dass es immer wieder schief geht, aber so ein kleiner Fetisch nie schaden kann. Vor allem konnte sie den Fetisch LLL gut nachvollziehen. Sie trägt viel Latex und hat einen gewaltigen Fundus an schönen Kostümen. Für sie ist es mehr als nur Beiwerk, für sie ist es eine zweite Haut und eine andere Rolle, in die sie dabei schlüpft. Für mich klang das doch sehr nach Klischee. Das verneint sie jedoch nicht mal, sondern nannte es den gemeinsamen kleinsten Nenner bei vielen Spielpartnern. Aber dennoch fragte ich mich, gibt es nicht ein paar interessantere Fetische als Leder und Latex?

Sicher kennt man noch einige andere Klassiker, wie in Folie einwickeln, manch einer steht auf enorme Körperbehaarung, Sockenfetische, Fussfetisch, der Austausch von Körpersäften etc. Aber wir begaben uns auf die Suche durch die Google-Maschine und wurden fündig. Selbst diverse Tageszeitungen schreiben darüber, welche bizarre Fetische es mittlerweile gibt.

So fanden wir einen Artikel, bei dem zum Beispiel Senf auf einen Fuß als Fetisch vorgestellt wird. Richtig gelesen, keine Sahne, keine süße Konfitüre… Nein Senf! Ich würde gerne mal eine Person kennenlernen, die mir erzählt, was sie an diesem stechenden Senfgeruch erregt, denn das interessiert mich. Lustig war ebenso der Fetisch, dass sich jemand mit einem Fisch über den Bauch streichelt und das den einen oder anderen erregen soll.

Nicht mehr so unbekannt ist die Verwendung von Gemüse und Früchtchen als Sexspielzeuge. Beliebt gelten dabei Gurken und Bananen, aber wir fanden auch einige Videos, bei denen ebenso ein Rettich anscheinend ein Prachtstück ersetzen konnte. Wer es mag :)

Doch hier noch ein weiter Fetisch zum Petplay: In einem Artikel stand auch etwas von Hühnereiern, die man sich in den Po schiebt und dann wieder ausbrütet. Also wer schon immer mal ein Huhn sein wollte, oder nicht immer die klassische Hund- oder Katzenfigur beim Petplay sein möchte, der sieht- es geht auch anders.

Ich erinnere mich auch noch an eine Comedyserie namens „Schulmädchen“. Zugegeben sie war ziemlich banal vom Inhalt und er war nicht verwunderlich, dass sie sehr schnell abgesetzt wurde. Doch in einer Folge ging es auch um Fetisch. Da stand einer drauf Chips beim Sex zu zerstampfen. Das Ende der Folge war noch ganz schön. Es geht nämlich darum, dass man doch zu seinem Fetisch stehen soll und jeder wohl einen hat. Und wenn man das Netz weiter durchforscht gibt es sogar noch viel mehr, als man für möglich hält. Selbst auf Youtube findet man Videos zum besagten Thema. Hier mal ein Link, aber vorsicht, ist nicht für jedermann und auch ich würde bei einigen Dingen auf Distanz gehen: http://www.youtube.com/watch?v=OwZDiIqmwAA

Ihr seht – eigentlich aus allem kann sich irgendwie ein Fetisch entwickeln. Nur muss man sich bewusst sein, was sein eigener ist und dann Gleichgesinnte suchen. Ist nicht immer einfach, aber sicher nicht unmöglich. Allerdings nicht jeder Fetisch hat gleich etwas mit SM zu tun, wollte ich an dieser Stelle nochmal gesagt haben. :)

 

Come out, baby!

Das Gefühl, anders zu sein (vielleicht sogar verknüpft mit der Befürchtung, sich als „pervers“ abstempeln lassen zu müssen), kennen sicher nicht nur BDSMler. Es gibt genügend von der breiten Masse als deviant empfundene sexuelle Bedürfnisse, die nicht zum klassischen Kernbereich des BDSM zählen. Und zumindest in abgeschwächter Form kennt sicher jeder von uns die Mischung aus Peinlichkeit und Nervosität, mit der man dem geliebten Partner nach langen Überlegungen schließlich herumdrucksenderweise eine besondere sexuelle Fantasie offenbart, die über die bisherigen gemeinsamen Standardhandlungen hinausgeht.

Wie wird er/sie es aufnehmen? Wird mein Partner diesen Wunsch mit mir gemeinsam realisieren und selbst Geschmack daran finden?

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